DVB baut eine Referenzinfrastruktur für Live-Streaming bei DVB-I-Diensten auf

Eine neue Referenzbasis soll die technische Validierung IP-basierter Fernsehdienste konsistenter machen.

Quelle: DVB Project

Video- und Datenströme, die auf einem digitalen Fernseher zusammenlaufen

Was passiert ist

Das DVB Project hat eine Referenzinfrastruktur für die Erprobung von DVB-I-Diensten und der dahinterliegenden Streaming-Komponenten vorgestellt. Sofia Digital entwickelt und unterstützt das Projekt gemeinsam mit Motion Spell und Télécom Paris im Rahmen des GPAC-Projekts.

Die Lösung verbindet livesim2, einen Live-MPEG-DASH-Streaming-Simulator, mit dem Open-Source-Multimedia-Framework GPAC. Sie soll als Referenzimplementierung dienen, die andere Teams untersuchen und testen können.

Warum das wichtig ist

Wenn Implementierungen mit unterschiedlichen Quellen und Konfigurationen getestet werden, ist schwerer zu erkennen, ob ein Problem beim Dienst, beim Player oder in der Übertragungskette liegt. Eine gemeinsame Referenz erleichtert den Vergleich.

Das ist für Fernsehen über IP relevant, weil ein Dienst Entdeckung, Servicelisten, Packaging, Auslieferung und Wiedergabe verbindet. DVB-I ergänzt die IP-Verteilung um eine Entdeckungs- und Organisationsebene, bleibt aber auf kompatible Komponenten entlang der Kette angewiesen.

Tests und Formate

Die Infrastruktur stellt neun rund um die Uhr verfügbare Live-Linear-Streams für unterschiedliche Testszenarien bereit. Unterstützt werden AVC/H.264, HEVC/H.265, VVC/H.266 und AVS3 sowie die HDR-Varianten HLG und PQ10. Bei Audio gehören AAC, MPEG-H und Dolby AC-4 dazu.

Nach Angaben des DVB Project wurden die Streams auf Konformität, Wiedergabe auf mehreren Geräten und Playern sowie mit einem an CTA-WAVE-Methoden angelehnten Prüfsystem getestet. Dazu kommen DVB-I-Servicelisten und Dokumentation für lokale Installationen.

Das Wichtigste

Es handelt sich nicht um ein neues Fernsehangebot für Verbraucher. Die Infrastruktur ist eine technische Grundlage für Implementierer und Validierungsteams, die reproduzierbarere Szenarien für die Weiterentwicklung des DVB-I-Ökosystems benötigen.

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